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poolDer Sommer bringt viele warme Tage mit sich, und da wünschen sich viele Eigenheimbesitzer einen Pool in ihrem Garten. Es liegt schließlich auf der Hand, dass man sich im eigenen Pool optimal abkühlen kann. Der eigene Pool muss kein unerfüllbarer Wunsch sein, man kann ihn mit etwas Geschick auf seinem Grundstück verwirklichen.

Poolarten und ihre Vor- und Nachteile

Für fast jedes Budget und für fast jede Gartengröße gibt es den passenden Swimmingpool. Grundsätzlich wird zwischen vier Poolarten zu unterschieden:

Ringpool

Bei einem geringen Platzangebot empfiehlt sich ein sogenannter Ringpool, den man in vielen Baumärkten preiswert kaufen kann. Ein kleinerer Ringpool ist bereits für unter 100 Euro zu bekommen. Doch nicht nur der geringe Preis spricht für den Kauf des Ringpools, sondern auch die einfache und schnelle Montage. Da der Ringpool lediglich aus relativ dünner Folie besteht, ist die Gefahr sehr groß, dass der Pool beim Baden beschädigt wird. Die Lebensdauer eines Ringpools ist daher sehr gering.

Stahlwandbecken

Wer diesen Nachteilen aus dem Weg gehen möchte, könnte sich für einen Pool mit Stahlwand, dem sogenannten Stahlwandbecken entscheiden. Bei dieser Poolart wird eine Stahlwand montiert und das Poolinnere mit einer speziellen Folie abgedichtet. Der Stahlwandpool kann im Erdreich versenkt werden und bis zu 1,50 Metern tief sein. Die Form kann oval oder auch rund sein. Der Aufbau eines Stahlwandbeckens erfordert einen höheren Aufwand als bei einem Ringpool. Er verfügt allerdings über eine große Robustheit und einen relativ günstigen Preis gegenüber Becken aus Polyester oder gemauerten Pools.

Polyesterpool

Dieser Pool besteht aus einer gegossenen Polyester-Form aus, die in eine vorher passgerecht ausgehobene Baugrube abgesenkt wird. Die Baugrube wird dann abschließend mit Beton aufgefüllt. Der Polyesterpool ist vergleichsweise teuer, denn das Ausheben der Baugrube, das Becken und der Anschluss der Filteranlage verursachen Kosten von 7.000 Euro oder mehr. Dafür kann man jedoch ungetrübten Badespaß genießen.

Gemauerter Pool

Wer über einen großen Garten verfügt, der kann sich seinen Pool jedoch auch selbst mauern. Der Vorteil liegt hier ganz klar darin, dass Größe, Tiefe und Form des Beckens individuell gestaltet werden können. Dem Poolbau sind hier kaum Grenzen gesetzt, und die Kosten können durch Eigenleistungen verringert werden. Für den Bau wird eine aus Beton gegossene Bodenplatte verwendet, auf der dann den Pool gemauert wird. Als Mauermaterial werden vornehmlich Betonschalsteine und PVC- Inliner genutzt. Ist die Form gemauert, wird diese wie bei allen Poolarten mit einer wasserundurchlässigen Folie ausgekleidet. Der Arbeitsaufwand ist bei einem selbst gemauerten Pool natürlich sehr hoch, dafür stehen hier die Individualität sowie die Haltbarkeit im Vordergrund.

Ratschläge zum Pool-Bauen

Damit der eigene Swimmingpool voll genutzt werden kann, sollte man einige Tipps berücksichtigen, die nur eingeschränkt auch für kurzlebige Ringpools gelten:

  • Baugenehmigung
    Für dauerhaft angelegte Gartenpools ist eventuell eine Baugenehmigung vorgeschrieben. Hierfür machen die Bundesländer jedoch unterschiedliche Vorgaben, sodass vor dem Beginn des Poolbaus bei der örtlich zuständigen Baubehörde nachgefragt werden sollte.
  • Strom und Wasser
    Ein Wasser- sowie ein Elektroanschluss sollten sich in unmittelbare Nähe des Pools befinden. So werden die Befüllung, die Reinigung und die Beleuchtung des Pools sichergestellt.
  • Bodenverhältnisse
    Vor dem Aufbau des Pools sollte man sich über die Bodenverhältnisse informieren. Steine und Wurzeln sollten entfernt werden, da diese die Außenwand des Pools beschädigen können. Auch der Grundwasserstand sollte berücksichtigt werden. Ist er sehr hoch, muss eine Drainage eingeplant werden.
  • Betonplatte
    Damit der Pool gerade und eben steht, wird eine Betonplatte gegossen. Handelt es sich um einen sehr großen Pool, so wird dieser im Erdreich versenkt, da dies dem Pool mehr Stabilität verleiht und ihn gleichzeitig vor Beschädigungen von außen schützt. Dem großen Innendruck durch die große Wassermenge wird so ebenfalls entgegengewirkt.
  • Umrandung
    Die Umrandung sollte so aufgebaut sein, dass man den Pool beim Besteigen nicht mit Gras oder Erde beschmutzt. Deshalb wird hier entweder eine Schicht Steine aufgetragen oder es werden rund um den Pool Beton- oder Natursteinplatten verlegt.
  • Einstieg
    Leitern oder Treppen müssen in die Planungen einbezogen werden. Der Einstieg in einen Pool ist oft noch problemlos möglich, wenn er im Erdreich versenkt wurde, der Ausstieg ist dann jedoch ohne Hilfsmittel problematisch. Hier kann außerdem unter Sonderausstattungen wie z. B. in der Treppe integrierten Massagedüsen oder einer Beleuchtung gewählt werden.
    Damit sich das Wasser schnell erwärmt, sollte der Pool möglichst intensiv von der Sonne erreicht werden. Ein schattiger Platz hat zur Folge, dass sich das Wasser nicht so schnell erwärmen kann und schneller abkühlt.
  • Poolabdeckung
    Sie sorgt dafür, dass das Wasser über Nacht nicht so sehr abkühlt und schützt vor Verschmutzungen wie beispielsweise Laub oder Vogelkot. Abdeckungen sind in Folienausführung für den Hand- oder Automatikbetrieb erhältlich, der Fachhandel bietet jedoch auch Unterflurrollläden an. Die größte Energieeinsparung bieten Solarabdeckungen, die mittels Solarzellen zur Wassererwärmung beitragen.
  • Filteranlage
    Ein weiteres Augenmerk muss auf die optimale Wasseraufbereitung gelegt werden. Eine Filteranlage sorgt dafür, dass alle sichtbaren Verunreinigungen entfernt werden. Hier ist auch der Einsatz eines „Bodensaugers“ hilfreich. Mit einer Wasseraufbereitungsanlage kann das Poolwasser mithilfe von Reinigungsmitteln von feinen Verunreinigungen und Keimen befreit werden.

Den Gartenpool sauber halten und richtig reinigen

Hat man sich den Traum vom eigenen Pool im Garten erfüllt, muss man sich neben dem Badevergnügen aber auch mit der Hygiene befassen. Damit man auch lange Zeit Freude am Swimmingpool hat, ist die Wasseraufbereitung extrem wichtig, Basis ist eine gute Filteranlage, aber es sind noch ein paar andere Punkte zu berücksichtigen. Egal, wie groß der Pool ist, um die Wasserqualität zu erhalten und das Baden mit Wohlgefühl zu gewährleisten, muss man die Bildung von Algen oder trübem Wasser unterbinden und deshalb für eine regelmäßige Reinigung sorgen. Natürlich ist dies mit Arbeit verbunden, doch dieser Aufwand macht sich definitiv bezahlt. Schon bei der Wasseraufbereitung kann man von Beginn an einige Dinge beachten, um den Gartenpool möglichst sauber zu halten.

Die wichtigsten Punkte sind:

  • Bestimmung und Einstellung des pH-Wertes
    Wenn es um die Wasseraufbereitung geht, dann bildet der optimale pH-Wert die Basis, dieser Wert gibt Auskunft darüber, ob das Wasser sauer oder basisch ist. Ist der Wert zu niedrig, so können nicht nur Metallgegenstände beschädigt werden, sondern auch die Augen. Ist der Wert jedoch zu hoch, so kann das Desinfektionsmittel nicht seine volle Wirkung entfalten, es muss also ein guter Mittelwert erreicht werden. Im Idealfall bewegt sich der pH-Wert des Wassers zwischen 7,2 und 7,6, mit einem speziellen Pooltester oder einem Teststreifen lässt sich dieser ermitteln. Im Fachhandel findet man entsprechende Produkte, um einen zu hohen oder niedrigen Wert auszugleichen, anschließend sollten regelmäßige Kontrollen durchgeführt werden.
  • Desinfizieren des Wassers
    Natürlich lassen sich Keime und Verunreinigungen nicht vom Pool fernhalten, dafür sorgen unter anderem die Badenden, Laub und jede Menge Tierchen. Steigt die Wassertemperatur im Sommer an, so vermehren sich Bakterien und Keime natürlich umso schneller. Deshalb kommt man um eine ordentliche Desinfektion nicht herum, diese nimmt man mit Chlor vor. Anhand einer Wasserprobe kann man mithilfe des Pooltesters den Chlorwert kontrollieren, dieser sollte zwischen 0,3 und 0,6 mg/l liegen, ein Ausgleich kann mittels Chlortabletten erfolgen.
  • Bekämpfung von Algen
    Um der Bildung von Algen im Pool bereits vorzubeugen, kann man das Mittel Desalgin einsetzen. Sobald das Wasser leicht grünlich erscheint oder der Poolboden glitschig wird, sollte es auf jeden Fall verwendet werden.
  • Das Poolwasser flocken
    Es ist unvermeidbar, dass mit der Zeit im Wasser Trübstoffe und Schmutz entstehen, die nicht von der Sandfilteranlage erfasst werden. Jetzt hat man die Möglichkeit, eine Flockung durchzuführen, und zwar mithilfe eines speziellen Präparates. Dieses verklumpt quasi die feinen Schmutzpartikel, sodass größere Flocken entstehen, diese können dann wiederum von der Sandfilteranlage gefiltert werden. Diese Flockung nimmt man am besten alle 14 Tage vor, damit das Resultat zufriedenstellend ausfällt. Wichtig ist allerdings, dass man über eine gute Sandfilteranlage verfügt, denn ein Kartuschenfilter würde auf jeden Fall verstopfen.
  • Groben Schmutz in regelmäßigen Abständen entfernen
    Natürlich sollte man groben Schmutz regelmäßig aus dem Pool entfernen. Die Reinigung kann mithilfe eines Poolsaugers und eines Keschers erfolgen, dazu kommt der Einsatz einer qualitativ hochwertigen Filteranlage und die Säuberung der Poolwände.

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