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KunststofffensterKunststofffenster sind äußerst anpassungsfähig. Ihr Aussehen lässt sich durch unterschiedliche Profilformen, eine große Farbpalette oder Holzdekors an jeden Architekturstil anpassen. Je nach Konstruktion der Rahmenprofile, der Verglasung und der für die Verglasung verwendeten Abstandshalter lassen sich Wärmedurchgangskoeffizienten bis hin zum Passivhausstandard erreichen. Moderne Beschichtungen ermöglichen einen ins Glas integrierten Sonnen- und auch Sichtschutz.Der Schallschutz lässt sich durch einen angepassten Glasaufbau und entsprechende Rahmenprofile genau auf das gewünschte Maß abstimmen. Außerdem gibt es diverse Möglichkeiten, den Einbruchsschutz bei Kunststofffenstern zu verbessern. Auf Schall- und Sonnenschutz soll hier näher eingegangen werden.

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Die Themen Fenster aus Holz und Aluminium, sowie Kellerfenster und Dachfenster behandeln wir hier: zbo.de/tipps/fenster.html

Schallschutz

Der Schallschutz hängt von verschiedenen Komponenten ab. Voraussetzung ist in jedem Fall, dass Scheiben unterschiedlicher Stärke miteinander kombiniert werden: solche, die höchstens vier Millimeter stark sind, mit solchen, die wesentlich dicker sind (bis zu 14 Millimeter). Die unterschiedliche Scheibenstärke verhindert ein Übertragen der Schallwellen vom einem Glas zum nächsten, weil beide mit unterschiedlicher Frequenz schwingen. Dass dieser Effekt durch drei Scheiben unterschiedlicher Stärke noch verbessert wird, braucht nicht weiter erläutert werden. Die Gasfüllungen moderner Mehrfachverglasungen mit den Edelgasen Krypton oder Argon verbessern den Schallschutz zusätzlich. Nicht zuletzt spielt die Abdichtung der Fuge zwischen Fensterrahmen und Blendrahmen eine große Rolle für den Schallschutz. Ein Schallschutzfenster sollte in jedem Fall über eine dritte Dichtungsebene verfügen. Unterschiedliche Ausführungen der Dichtungen verhindern auch hier die Schallübertragung besser, als wenn alle Dichtungen baugleich sind.

Fenster sind nach der VDI-Richtlinie 2719 in sechs Schallschutzklassen (SSK) eingeteilt:

SSK 1

Rw

25 – 29 dB

SSK 2

Rw

30 – 34 dB

SSK 3

Rw

35 – 39 dB

SSK 4

Rw

40 – 44 dB

SSK 5

Rw

45 – 49 dB

SSK 6

Rw

größer als 50 dB

Der Wert Rw gibt an um wie viel Dezibel ein Fenster den ankommenden Schall herabsetzt. Da sich bei einer Verringerung des Lärmpegels um 10 Dezibel das subjektive Lärmempfinden um die Hälfte reduziert, geht man bei der SSK 6 von der Reduzierung des Lärmempfindens auf ein Vierundzwanzigstel des Ausgangswertes aus. Fenster der Schutzklasse 6 sind also vorzuziehen, wenn man an einer Hauptverkehrsstraße oder in der Einflugschneise eines Flughafens wohnt. Voraussetzung für die Wirksamkeit eines Schallschutzfensters ist der fachgerechte Einbau mit geeigneten Schallschutzmaterialien. Dafür gibt es spezielle Dichtungsbänder oder auch PU-Schaum, der für Schallschutzzwecke konzipiert ist.

Sonnenschutz

So wie der Schallschutz lässt sich auch Sonnenschutz in den Glasaufbau integrieren. Dabei handelt es sich um zwei- oder dreifache Silber-Schichtsysteme, zur Entspiegelung werden zusätzlich Metalloxide aufgetragen. Eine Beschichtung zum Sonnenschutz  hilft also nicht nur gegen zu starken Lichteinfall, sondern schützt auch die Privatsphäre. Die Beschichtung ist in unterschiedlichen Farben lieferbar, so dass gestalterische Wünsche umgesetzt werden können.

Unterschiedliche Schallschutz- und Sonnenschutzvorkehrungen können miteinander kombiniert werden. Um das durchzuspielen, eignet sich zum Beispiel der Fensterkonfigurator von www.fensterhandel.de, bei dem alle wichtigen Eigenschaften eines Fensters frei kombinierbar sind: Wärme, Schall, Licht und Sicherheit.

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