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EnergiesparenWer Energie spart, der schont die Umwelt. Dies dürfte jedem bekannt sein. Energiesparen hat aber noch einen weiteren Vorteil, der sich für den einen oder anderen direkt bemerkbar macht: Denn wer es richtig anstellt, der kann im Eigenheim nicht nur einen ökologischen Beitrag leisten, sondern auch die Energiekosten senken und so seinen Geldbeutel entlasten. „Klimawandel“ ist eines der Schlagworte unserer Zeit. Um die Energiewende anzugehen, steigen immer mehr Konzerne auf alternative Energiequellen um. Doch was in der großen Industrie vorgelebt wird, gilt auch für den kleinen Mann: Global denken, lokal handeln, lautet die Devise. Dann freuen sich Umwelt und Sparschwein!

EU: Senkung des Energieverbrauchs

„20-20-20“, so lautet die relativ simple Formel der Europäischen Union, die mit konkreten Zahlen zusammenfasst, was bis zum Jahr 2020 verwirklicht werden soll. Ab dann soll der Energieverbrauch im EU-Binnenmarkt nämlich zu 20 Prozent über regenerative Energien gedeckt werden. Mit einher geht das Vorhaben, den CO2-Ausstoß um 20 Prozent zu senken und die Energieeffizienz zu steigern, logischerweise ebenfalls um ein Fünftel.

Tangiert die EU-Politik den einzelnen Bürger nur selten, so hat die Energiepolitik auch schon direkt auf das individuelle Energienutzungsverhalten gewirkt. So beispielsweise im Jahr 2009, als die sogenannte Glühlampenverordnung, die durch die EU festgelegt wurde, in Kraft trat. Diese bestimmte die dauerhafte Abschaffung der konventionellen Glühbirne. Ein Aufschrei ging damals durch die Bevölkerung, denn Energiesparlampen waren in der Anschaffung um ein Vielfaches teurer.

Steigen die Kosten für Energie, sinkt bei vielen Menschen aber der Sinn für Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein rapide. Dabei gibt es durchaus Möglichkeiten, wie ökologisches Verantwortungsbewusstsein und finanzielle Gewissenhaftigkeit Hand in Hand gehen können. Mit welchen Tricks jeder im Eigenheim Energie und Kosten sparen kann, zeigen wir im Folgenden.

So einfach kann Energiesparen sein

Damit auch Sie beim Energiesparen zukünftig die Nase vorne haben, haben wir für Sie fünf einfach umzusetzende Möglichkeiten zusammengestellt, die sich schnell auf dem Konto bemerkbar machen werden.

Licht ausschalten

Räume, die gerade nicht benutzt werden, brauchen auch keine Festbeleuchtung. Selbst wenn Energiesparlampen bis zu 70 % und LED-Lampen bis zu 85 % Energie sparen. Deswegen: Überall dort, wo man sich gerade nicht aufhält, Licht ausschalten!

Stromzufuhr stoppen

Wir haben sie alle: Geräte, die nur zu gewissen Tageszeiten gebraucht werden, aber dennoch permanent auf Standby laufen. Fernseher, DVD-Rekorder, Computer, Stereoanlagen – all diese Geräte sollten Sie immer komplett vom Netz nehmen. Sofern sich die Geräte nicht komplett ausschalten lassen, entweder den Stecker ziehen, einfacher ist es aber, mit einer Steckerleiste zu arbeiten, die man per Knopfdruck ausschalten kann. Damit ziehen diese Geräte keinen Strom mehr, während dies im Stand-by-Betrieb weiterhin der Fall ist. Und noch ein Tipp: Wenn Sie länger am PC arbeiten, dann schalten Sie Zusatzgeräte wie Drucker, Scanner oder Lautsprecher nur dann ein, wenn Sie sie wirklich brauchen.

Tipp:
Energie sparen ist das eine, Geld sparen das andere. Für das Letztere sollten Sie regelmäßig einen Stromvergleich durchführen.

Richtig heizen

Wenn es kalt ist, wird die Heizung aufgedreht. So einfach ist das! Dass man damit aber nicht nur der Umwelt schadet, sondern auch viel zu viel bezahlt, ist manchen nicht bewusst. Dabei sind ein paar einfache Tipps schon hilfreich. So sollte man jeden Heizkörper vor der Winterperiode entlüften. Ansonsten wird die Heizung nicht richtig warm, verbraucht aber trotzdem zu viel Energie. Wissen sollte man auch, dass jedes Grad weniger rund sechs Prozent Energiekosten einspart. Klar, der eine mag es wärmer, der andere kühler.  Wer sich an folgende Richtwerte hält, hat aber schon viel richtig gemacht:

  • Wohnzimmer: 20 bis 22 Grad
  • Küche: 18 bis 20 Grad
  • Badezimmer 22 bis 24 Grad
  • Schlafzimmer: 16 bis 18 Grad
  • Kinderzimmer: 20 bis 22 Grad

Tipp:
Gerade in der Übergangszeit tut es auch mal das Überstreifen eines Pullovers.

Wasser einsparen

Sie werden es kaum glauben, wie viel Wasser tagtäglich gespart werden kann. Es ist denkbar einfach:

  • Lieber Duschen anstatt Baden. Ein Vollbad benötigt rund 120 Liter Wasser, beim Duschen sind es rund 70 Liter.
  • Der Einsatz eines Sparduschkopfes verringert den Verbrauch noch mal um die Hälfte.
  • Nach dem Toilettengang muss nicht immer der gesamte Spülkasten geleert werden. Mithilfe der Spartaste kann man den Verbrauch um 2/3 senken.
  • Während des Zähneputzens den Wasserhahn abdrehen.
  • Hände mit kaltem Wasser waschen.

Sie sehen, das Energiesparen beginnt schon bei ganz simplen Dingen. Zudem könnten Sie zum Beispiel mit lauwarmem Wasser putzen, die Waschmaschine komplett füllen und beim Waschen um einen Gang nach unten schalten. Ein kaum bekannter Tipp ist, Wasser anstatt auf dem Herd im Wasserkocher zu erhitzen. Auch dabei sparen jede Menge Energie.

Energiesparen beginnt schon beim Kauf

Wir alle kennen das Energielabel, das auf vielen elektrischen Geräten zu finden ist. Darauf ist die Energieeffizienzklasse abgebildet, die einem sagt, wie hoch der Energieverbrauch des Gerätes ausfällt. Diesen sollte man bereits zur Kaufentscheidung heranziehen. Auch wenn es in der Anschaffung etwas teurer sein mag, im Verbrauch ist das deutlich spürbar.  Wer genau wissen möchte, wie viel Geld er mit welcher Methode einsparen kann, muss zuvor seinen Energieverbrauch kennen. Dank zahlreicher Websites und Apps kann man sich das aber sehr einfach ausrechnen lassen. Die Technik geht mittlerweile schon so weit, dass man von unterwegs aus Heizungen oder Lichtanlagen steuern kann. Wer sich eingehend mit diesem Thema befassen möchte, findet beim Umweltbundesamt die Broschüre „Energiesparen im Haushalt“, die kostenlos heruntergeladen werden kann.

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