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Geteilte Freude bedeutet für sie doppelte Freude? Sie träumen vom eignen Haus, scheuen jedoch die Kosten, verfügen aber über jemanden, mit dem sie sich ein direktes nachbarschaftliches Leben vorstellen können? Dann sind sie mit einem Doppelhaus oder einer Doppelhaushälfte gut beraten.

Doppelhäuser

DoppelhäuserDie Ursprünge des Doppelhauses finden sich in befestigten Doppel- und Mehrfachhäusern des Mittelalters. Diese Wehrhöfe zeichneten sich durch mehrfache Giebel aus. Dieses Erscheinungsbild hat über die klassische Gutshausarchitektur auch schnell in Städten seinen Einzug gehalten und findet sich seit den 1970er Jahren auch verstärkt in Siedlungskonzepten außerhalb der Ballungszentren der Großstädte. Das Repertoire der Doppelhäuser reicht  von klassischen Doppelgiebeln bis hin zu im Inneren gespiegelten Häusern. Durch die niedrigen, weil üblicherweise geteilten Kosten, lässt eine Doppelhaushälfte den Traum vom eigenen Heim schnell in Reichweite rücken und erfreut sich dadurch insbesondere bei jungen Familien und Personen, die ein Eigenheim in der Nähe von Ballungszentren und voll ausgebauter Infrastruktur bevorzugen, nachhaltiger Beliebtheit.

Der größte Vorteil eines Doppelhauses sind die geteilten Kosten. Dieses Kriterium zieht sich wie ein roter Faden durch viele Belange des Baus, Erwerbs und Unterhalts der Immobilie. Ein Doppelhaus nutzt obendrein die Grundstücksfläche optimal aus, da der für Einzelhäuser verlangte Abstand zu den Nachbarn entfällt. Bedingt dadurch können natürlich auch die Ankaufkosten des Baugrundes erheblich geringer ausfallen. Damit vergrößert sich im Vergleich zu einem Reihenhaus bei ähnlichen Kosten die bewohnbare Fläche. Das Interieur lässt sich allerdings wie beim frei stehenden Eigenheim relativ frei gestalten, Doppelhäuser und Doppelhaushälften erzielen außerdem meist einen vergleichsweise hohen Wiederverkaufswert und lassen sich bedeutend leichter als Reihenhäuser verkaufen. Die geteilte Wand der Doppelhaushälfte sorgt für verringerte Heizkosten auf beiden Seiten, da über sie kein Wärmeverlust entsteht und beim Bau hier weniger Kosten für Dämmmaterial anfällt.

Die direkte Nähe zu den Nachbarn hat im Alltag leider auch ein paar Nachteile. Besonders wichtig für beide Seiten ist eine gute Kommunikation untereinander und eine optimale Schalldämmung der geteilten Wand. Für viele Belange sind Absprachen mit den direkten Nachbarn vonnöten, da man sich mit ihnen nicht nur Haus, sondern auch einige Kosten teilt. Fortlaufende Streitigkeiten können hier schnell das Wohnklima vergiften. Immerhin müssen Sie mit Ihren Nachbarn bauliche Veränderungen und Instandhaltungsarbeiten absprechen. Auch im geteilten Garten profitieren die Bewohner nicht nur bei Grillabenden im Sommer von einer gesunden nachbarschaftlichen Atmosphäre und gegenseitiger Rücksichtsnahme. Sind diese aber vorhanden, erweist sich eine Doppelhaushälfte als wunderbare und nachhaltige Investition zu einem vergleichsweise geringen Preis. Hier kommen nicht nur junge Familien, sondern auch Gartenfreunde voll auf ihre Kosten. Wichtig ist allerdings der oben erwähnte Schallschutz. Zudem ist schon bei der Bauplanung darauf zu achten, dass keinem der Nachbarn gravierende Nachteile durch die Position und Ausrichtung des Hauses entstehen, wie zum Beispiel bei den Sonnenstunden im Garten.

 

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