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Sie träumen vom barrierefreien Wohnen? Treppen sind Ihnen ein Graus und Sie ziehen es vor, sonnige Tage mit einem Blick in den Garten zu verbringen? Dann ist ein Bungalow genau das Richtige für Sie.

Bungalows

BungalowsMit dem Bungalow hält derzeit ein wahrer Klassiker der modernen Architektur seinen Wiedereinzug in die Hauslandschaft. Seine Wurzeln liegen in Indien, dort versteht man darunter ein eingeschossiges Gebäude mit einer üblicherweise breiten Veranda. Diese Hausform haben im 19. Jahrhundert die englischen Kolonialherren von den indischen Bengalen übernommen. Sie erfreute sich in Deutschland besonders in den 1960er und 1970er Jahren größter Beliebtheit. Ganze Siedlungen entstanden damals mit den typischen Formen von rechteckigen und L-förmigen Bungalows. Als Paradebeispiel versteht sich der denkmalgeschützte Kanzlerbungalow in Bonn. Dieses ebenerdige Wohnkonzept eignet sich besonders für ältere Menschen und Familien mit kleinen Kindern, da es üblicherweise völlig auf Treppen verzichtet.

Die Vorteile des Bungalows liegen auf der Hand:

Er vereinigt alle Bereiche des Lebens auf einer Ebene. Im Normalfall finden sich weder Schwellen noch Eingangsstufen, die Ausgänge zu Garten und Terrasse sind meist breit und bodengleich. Außerdem verfügen Bungalows meist über große Fensterfronten, die einen guten Blick ins Freie ermöglichen. Dies sorgt für angenehmes, natürliches Licht in den Räumen, treibt aber schnell den Energieverbrauch in die Höhe. Durch Baustoffe mit wenig Energieverlust lässt sich dieser Umstand allerdings mindern. Besonders von Vorteil ist eine hoch isolierte Dreischeibentechnik für die Fensterverglasung. Durch eine optimale Ausrichtung des Hauses lässt sich die Energieeffizienz weiter verbessern. Auf der Süd- und Westseite und dem Dach lässt sich Sonnenenergie mittels Sonnenkollektoren einfangen. Eine solche Solaranlage dient den Bewohnern zum Beispiel zur Gewinnung von warmem Wasser. Gerade ein klassisches Flachdach ist der perfekte Ort für die Kollektoren, da sich diese dort optimal ausrichten lassen. (www.bungalow-neubau.de)

Da Bungalows meist freistehend sind und von einem großen Grundstück profitieren, sind sie allerdings aufgrund hoher Grundstückspreise in Ballungsräumen eine vergleichsweise teure Immobilie. Der Bund Deutscher Architekten rät zu einem Grundstück von 400 Quadratmetern oder mehr, da so das Gebäude besonders gut zur Geltung kommt. Allerdings wünschen sich Bauherren, die den Bau eines Bungalows planen, ohnehin einen großen Garten. Im Vergleich dazu kommt ein Einfamilienhaus mit einer weitaus kleineren Fläche aus. Dieser Umstand wird zudem durch die Eingeschossigkeit der Bauweise erhöht. Ein einstöckiger Bungalow braucht ein weitaus größeres Fundament, da aufgrund seiner eingeschossigen Raumverteilung über eine größere Grundfläche verfügen muss. Ein weiterer Vorteil ist die Möglichkeit, eine große Terrasse in das Wohnkonzept zu integrieren. Dies kommt gerade dem Trend vom „Wohnen im Freien“ entgegen. Mittels einer Überdachung lässt sich diese auch bei schlechtem Wetter nutzbar machen.

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