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SanitärinstallationDen Hausbau mit Eigenleistungen zu unterstützen, soll vor allen Dingen Geld sparen. Allerdings müssen Bauherren bedenken, dass manche Arbeiten von Fachleuten ausgeführt werden sollten. Werden bei der Sanitärinstallation Fehler gemacht, kann es bei Montagefehlern sehr viel teuerer werden, als hätte man von Anfang an einen Handwerksbetrieb beauftragt. Insbesondere bei der Sanitärinstallation ist Vorsicht geboten: Wer hier alles selbst erledigen möchte, der sollte schon Fachmann sein. Allerdings gibt es auch hier Möglichkeiten, dem Handwerker unter die Arme zu greifen und damit eine Kostenreduzierung zu erreichen.

Anschlüsse für Sanitärinstallationen

Anschlüsse, Sanitärtechnik, Ab- und Zuflüsse sollten immer vom Sanitärfachmann durchgeführt werden. Damit dieser die Wasseranschlüsse und Abflüsse richtig platzieren kann, sollten vorab die sanitären Einrichtungsgegenstände ausgewählt worden sein. Denn nach den einzelnen Einrichtungsgegenständen richtet sich nicht selten auch die Platzierung der jeweils benötigten Anschlüsse. Hier kann der Bauherr viel Einfluss nehmen, indem er die entsprechenden Armaturen, die Duschtrennwand, die Waschtische, Toilettenschüsseln, die Dusch- oder Badewanne im Fachhandel aussucht – vor der Verlegung der ersten Rohre. Anschließend überlässt man die Arbeiten dem Sanitärfachmann, und der Bauherr kann sich anderen Arbeiten auf seiner Baustelle zuwenden.

Sanitärobjekte in Eigenleistung einbauen

Alle Sanitärobjekte lassen sich in der Regel ganz einfach selbst verbauen. Mithilfe einer kleinen Anleitung gelingt es garantiert.

Badewanne einbauen

Um eine Badewanne einbauen zu können, werden Halterungen aus Hartschaum oder spezielle Wannenfüße benötigt. Wird eine Halterung verwendet, wird sie mit zwei Mörtelstreifen auf dem angefeuchteten Untergrund fixiert; beim Einsatz von Wannenfüßen wird Schnellzement verwendet. Halterungen habe den Vorteil, dass sie für einen wirkungsvollen Schallschutz sorgen und die Wannenaußenwände nach der abgeschlossenen Montage gleich gefliest werden können. Wird die Wanne mithilfe von Wannenfüßen montiert, muss sie zunächst ummauert werden, bevor die Fliesarbeiten beginnen können. Handelt es sich um eine Metallwanne, muss sie vor der Endmontage geerdet werden. Um Unfälle zu verhindern, sollte diese Arbeit von einem versierten Handwerker durchgeführt werden.

Dusche einbauen

Um eine Dusche einzubauen, ist es notwendig, die zu befestigenden Teile samt aller Leitungen an der vorderen Seite anzubringen. Danach können Sie alles nach Ihren Wünschen verkleiden. Alle Materialien müssen für Feuchträume geeignet sein. Der Bereich in der Dusche, der mit Wasser in Berührung kommt, sollte mit einem speziellen Anstrich versehen werden. Dieser ist im Handel erhältlich. Die Duschwanne wird nun eingebaut, alle Anschlüsse müssen fertiggestellt werden. Um die Duschwanne zu verkleiden, können Sie ebenfalls Montageschaum verwenden. Auch hier können abschließend Fliesenarbeiten durchgeführt werden.

Wand-WC montieren

Das Wand-WC wird in zwei Gewindestangen fixiert. Die Rohre werden jetzt passgenau zugeschnitten. Jetzt müssen Sie den Abstand von der Fliesenoberseite bis zum Rohranschluss messen. Die Rohrabschnitte werden nun mit Kreppband umwickelt und dann bei der Montage in die Anschlüsse in der Wand gesetzt. Das WC wird mit Schraubenmuttern am Gewinde befestigt. Jetzt können Sie den Deckel montieren. Der nun zusammengesetzte WC-Deckel wird mit den Haken durch die Befestigungslöcher mithilfe einer Mutter fixiert.

Stand-WC montieren

Hier müssen Sie den Dichtungsring über den Zulauf unter dem Spülkasten stülpen. Danach wird der Spülkasten direkt mit dem WC verschraubt. Jetzt wird das Stand-WC platziert. Sie müssen nun den Abstand messen, der bis zum Abfluss in der Wand besteht. Nun wird das Abflussrohr zugeschnitten und provisorisch in den Wandabfluss gesetzt, danach müssen Sie das WC in die endgültige Position setzen und die Bohrlöcher markieren. Schrauben und Muttern halten die Konstruktion. Anschließend wird der Wandzulauf zugeschraubt. Nach Aufsetzen des Schlauchs wird die Spülvorrichtung montiert.

Waschtisch mit Bauplatten

Für die Montage eines Waschtischs müssen zwei Bauplatten auf die benötigte Größe zugesägt werden, dann werden diese mit Fliesenkleber zusammengeklebt. Nun können Sie die Bauplatten an Wand und Boden fixieren. Jetzt wird die Auflage auf die Stützvorrichtung gelegt und verklebt und die Wanne auf die Bauplatte gelegt. Nach Markierung der Umrisse werden die Öffnungen hineingesägt. Zum Schluss können Sie mit dem Fliesen beginnen.

Waschtisch mit Waschtischelement

Der Waschtisch wird mit zwei Rechteck-Konsolen fixiert. Die Konsolen werden an der Wand verdübelt. Hierzu müssen Sie Dübellöcher bohren. Mit einer Lochsäge werden nun die beiden Öffnungen eingesägt, die für die Armatur und das Ablaufventil vorhanden sein müssen. Die Waschtischplatte wird nun auf die Konsolen gelegt. Jetzt wird es notwendig, die Löcher zu markieren, in die gebohrt werden soll. Die Waschtischplatte wird nun entfernt und es geht an das Bohren der Löcher. Jetzt wird die Waschtischplatte auf den Konsolen fest verschraubt, die Fugen werden mit Silikon abgedichtet. Abschließend können Armatur und Waschtisch montiert werden.

Waschbecken montieren

Für die Montage der Waschbecken werden die entsprechenden Bauteile an den Anschlüssen fixiert, und das Eckventil wird ausgerichtet. Nun wird die Höhe des Waschbeckens angezeichnet. Dann werden die Bohrlöcher entlang der markierten Stellen hergestellt. Jetzt können Sie Dübel einsetzen und das Waschbecken befestigen. Zum Schluss werden die Waschbeckenarmaturen befestigt und die Weichkupferröhrchen mit den Eckventilen verbunden.

Gewiefte Heimwerker als Hilfe am Bau

Natürlich können ambitionierte Heimwerker sich mit der Sanitärfirma darauf einigen, einfachere Arbeiten selbst durchzuführen. Manche Bauherren werden sich vielleicht auf Zuarbeiten wie den Kauf der entsprechenden Materialien beschränken müssen. Andere wiederum können vielleicht das Fliesenlegen übernehmen und die Armaturen selbst anbringen. Wieder andere sind vielleicht in der Lage, Installationen unter Anleitung selbst durchzuführen. Wie viel Eigenleistung man am Bau erbringen kann, ist immer eine Frage des Könnens. Allerdings sollten sich Bauherren gerade in Bezug auf die Sanitärinstallationen nicht überschätzen. Schließlich möchte man nach der Fertigstellung des Badezimmers und bei der ersten Nutzung keine Überschwemmung riskieren. Ebenso wenig wie man nur kalt duschen möchte, nur weil die Anschlüsse nicht richtig verlegt wurden. Um absolut sicherzugehen, über funktionstüchtige Sanitäranlagen zu verfügen, ist der sicherste Weg, eine Fachfirma zu engagieren. So hat man auch bei den Arbeiten an der Sanitärinstallation, die man selbst erledigen kann, immer ein fachmännisches Auge in der Nähe und im Notfall einen kompetenten Ansprechpartner zur Hand.

 

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