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zbo.deDie Planung des eigenen Hauses beginnt lange vor dem eigentlichen Baubeginn mit einer ausführlichen Bedarfsermittlung. Deren Ergebnis sowie Ihre finanziellen Möglichkeiten bilden die Grundlage zur Ermittlung der Größe Ihres Hauses.

Nach der Bedarfsermittlung steht fest, wie viele Wohn- und Schlafzimmer, Kinderzimmer, Bäder und Gäste-WC etc. gebraucht werden. Sie entscheidet aber auch über die Notwendigkeit eines Kellers. Er ist der Unterbau des Hauses, und seine Konzeption muss spätestens bei der Fachplanung und Einreichung der Bauunterlagen zur Genehmigung geklärt sein. Viele Dinge wie Raumaufteilungen oder Anbauten lassen sich später nachträglich verändern oder anfügen, wenn Sie jedoch einen Keller bauen, muss dieser gleichzeitig mit dem Neubau errichtet werden. Gehen Sie bei der Planung eines Kellers davon aus, dass sich Ihre Lebensgewohnheiten mit den Jahren verändern werden. Bei einem ebenerdigen Haus findet die Nutzung auf einer Etage statt, aber Sie verzichten dabei auf Nutz- oder Wohnfläche. Wenn Sie einen Keller bauen, ist Ihr Treppenhaus einer der am häufigsten verwendeten Räume. Ihr Nutzen liegt allerdings in einer zusätzlichen Etage mit deren variantenreichen Möglichkeiten der Raumaufteilung.

Pro & Kontra beim Kellerbau

Unter dem Vorbehalt, dass der Kellerbau aus bautechnischer Sicht unbedenklich ist, entscheidet vorrangig dessen Funktionalität. Dabei spielen die Lebensgewohnheiten der künftigen Bewohner, aber auch bereits bestehende oder voraussehbare gesundheitliche Einschränkungen eine wesentliche Rolle. Eine Kellernutzung ist zwar bei den heutigen technischen Möglichkeiten auch für körperbehinderte Menschen möglich, die entsprechenden Voraussetzungen müssen jedoch bereits beim Kellerbau geschaffen werden.

Das Pro für den Kellerbau:

  1. Der Keller ist eine zusätzliche Etage. Anstatt die Grundfläche des Hauses zu vergrößern, wurde in die Tiefe gebaut. Sie sparen damit Grundstücksfläche und gewinnen Platz für die Terrasse, den Garten, den Carport und andere Dinge. Er ermöglicht eine völlig veränderte Raumaufteilung, indem er z. B. in einem Hauswirtschaftsraum die Waschmaschine und den Trockner aufnimmt. So manches Hobby lässt sich ebenfalls im Untergeschoss ohne die ständigen peniblen Aufräumarbeiten ausführen. Heranwachsende Kinder mit ihren manchmal lautstarken musikalischen Interessen finden ebenfalls dort ihr Rückzugsgebiet. Aber auch technische Einrichtungen wie der Elektro-Zählerschrank, Gas- und Wasserzähler oder die Heizungsanlage finden hier ihren Platz und beeinträchtigen nicht die Raumgestaltung in einer der Wohnetagen.

  2. Das Kellergeschoss erhöht den Immobilienwert: Wenn das Haus später verkauft werden sollte, finden sich mehr Kaufinteressenten. Der Wert steigt nicht nur durch die größere Nutzfläche, sondern zusätzlich durch die größere Variabilität des Hauses.

  3. Auch Banken sehen das Vorhandensein eines Kellers positiv und gewähren günstigere Kreditkonditionen.

Das Kontra:

  1. Ein Keller bringt mehr Zeit auf der Treppe mit sich. Das kann im höheren Alter zu einem Problem werden. Dann ist zwar die Montage eines Treppenlifts möglich, aber dadurch entstehen entsprechende Zusatzkosten.

  2. Der Keller muss regelmäßig gereinigt und gelüftet werden, auch wenn er ggf. nach einigen Jahren nicht mehr benutzt wird. 

  3. Durch die Fertigung des Kellers verlängert sich die Bauzeit, was zu Zusatzkosten (z. B. Mietkosten für die bisherige Wohnung) führt.

  4. Selbstverständlich erhöht ein Keller die Baukosten. Fachleute gehen abhängig von seiner Größe, Ausstattung und der Beschaffenheit des Baugrunds von Mehrkosten zwischen 30.000,-- und 70.000,-- € aus.

 

Wichtig:
Ein Wohnhaus ohne Keller benötigt eine Bodenplatte. Wenn Sie Preise von Häusern mit und ohne Keller vergleichen, müssen Sie deshalb von den Baukosten eines Kellers den Preis einer solchen Bodenplatte abziehen.

Informationen zu den Bauweisen beim Kellerbau finden Sie auf www.keller-bauen.de.

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