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Fehler beim HausbauBeim Bau eines Hauses gibt es zahlreiche Details, die bedacht werden müssen, um einerseits mit dem Bauergebnis zufrieden zu sein und andererseits unnötige Kosten zu vermeiden. Doch wer glaubt, die meisten Kosten könnten gespart werden, wenn auf die Hilfe von Experten verzichtet wird, zahlt sehr häufig mehr als mit einer fachgerechten Unterstützung. Hier wird erläutert, worauf Bauherren achten müssen und welche „Fallen“ sie umgehen sollten.

Der Preisvergleich – kein Problem?

Wer nicht gerade beruflich der Baubranche nahe steht, ist in der Regel nicht in der Lage, die Angebote der einzelnen Baufirmen miteinander zu vergleichen. Es wäre z. B. ein Fehler, einen Anbieter nur wegen seines günstigen Preises auszuwählen: Ein Laie übersieht nicht, wodurch der Baupreis gedrückt wurde. Gründe können beispielsweise unrealistische Zeitanschläge, minderwertige Baumaterialien oder eine spartanische Ausrüstung des Hauses mit Steckdosen etc. sein. Auch Baufachleute müssen sich in Ruhe mit den Kostenvoranschlägen beschäftigen, um denjenigen Anbieter herauszufinden, der das seriöseste Angebot vorgelegt hat.
Hier finden Sie weitere Informationen über "Faktoren für den Hauspreis"

Bauberatung und Baubegleitung – warum auf sie nicht verzichtet werden sollte

Oft enthalten die Leistungspakete der Baufirmen auch eine Baubegleitung. Doch eine Bauüberwachung, die durch das Bauunternehmen bezahlt wird, kann dem Bauherrn gegenüber nicht neutral sein. Darum ist in jedem Fall die Beauftragung einer neutralen Baubegleitung durch einen Architekten oder Bauingenieur, der den Hausbau  unabhängig von der Baufirma überwacht, ratsam.
Diese unabghängige Baubetreuung sollte die Überwachung des kompletten Hausbaus beinhalten.

Einzel- oder Komplettvergabe der Bauleistungen?

Wenn ein Bauherr auf einen möglichst reibungslosen Ablauf des Hausbaus Wert legt, ist eine vollständige Vergabe der Bauleistungen der Einzelvergabe vorzuziehen. So wird vermieden, dass es zu Terminverzögerungen kommt. Außerdem lässt sich, wenn bei einer Einzelvergabe mehrere Handwerksfirmen am Hausbau beteiligt sind, in der Regel nur schwer nachweisen, welche Firma bei Baumängeln die Verantwortung trägt. So ist der oft erhoffte Einspareffekt schnell dahin. Gerade bauunkundigen Bauherren kann daher nur geraten werden, mit nur einem Bauunternehmen den Bau eines schlüsselfertigen Hauses zu vereinbaren.

Bauen mit Eigenleistung

Eigenleistungen beim Hausbau zu erbringen lohnt sich nur für versierte Heim- und Handwerker. Parallel zum normalen Beruf auf der Baustelle zu arbeiten, kann zu erheblichen Zeitverzögerungen führen, wenn die eigenen Fähigkeiten überschätzt wurden. Solche Verzögerungen führen zu Folgekosten, die den durch die Eigenleistung erwünschten Kostenvorteil leicht zunichtemachen. Außerdem entfällt im Umfang der Eigenleistungen der Gewährleistungsanspruch, was umso problematischer wird, je anspruchsvoller die selbst geleisteten Arbeiten sind.

Der Hausverkäufer als Berater?

Ein Berater gibt einem Ratsuchenden Ratschläge, ein Hausverkäufer will möglichst viele und lukrative Verträge mit seinen Kunden abschließen. Damit ist eigentlich schon alles gesagt. Will ein künftiger Bauherr eine unabhängige Beratung, muss er sich an einen Bauingenieur oder Architekten wenden, der nicht die Absicht hat, ihn zum Unterzeichnen eines Hausbauvertrags zu bringen. So ist sichergestellt, dass Bauherren eine neutrale und von Eigeninteressen des Beraters unbelastete Beratungsleistung erhält.

Ist ein kleineres und regional tätiges Bauunternehmen nicht besser für den Hausbau geeignet?

Die Vorstellung, lieber eine Baufirma aus der eigenen Gegend, die kleiner und übersichtlicher ist, mit dem Hausbau zu beauftragen, ist relativ weit verbreitet. Sich nur regional zu orientieren, mag beim Kauf von Obst und Gemüse sinnvoll sein, bei Hausbau ist es das sicher nicht. Das Insolvenzrisiko ist bei kleinen Baufirmen erheblich höher als bei größeren. Außerdem ist eine Zusammenarbeit von überregional tätigen Baufirmen mit Unternehmen aus der Region durchaus üblich, weil so Wegezeiten und Kosten eingespart werden können. Nicht zuletzt kann bei großen Bauunternehmen eine höhere Professionalität vorausgesetzt werden, was sich positiv sowohl auf die Bauqualität als auch die Zuverlässigkeit der Zeitplanung auswirkt.

Sollte sich ein Architekt um die komplette Abwicklung des Hausbaus kümmern?

Die meisten Bauherren verzichten darauf, zusätzlich einen Architekten in Anspruch zu nehmen. Nur wenn ein anspruchsvolleres Gebäude errichtet werden soll, sollte ein Experte beauftragt werden. Der Architekt sollte jedoch nicht unbedingt auch mit der Kalkulation und der Bauabwicklung betraut werden, weil sein Tätigkeitsschwerpunkt in der Regel bei der Planung liegt. Sinnvoll ist die individuelle Bauplanung vom Architekten ausführen zu lassen und gleichzeitig eine umfassende Leistungsbeschreibung zu erstellen. Sie können dann nämlich die Bauplanung nebst der Baubeschreibung bei verschiedenen Bauunternehmen zur Angebotsabgabe einreichen. Siehe auch hausbauberater.de

Sollte die Hausbank die Finanzierung übernehmen?

Die Finanzierung sollte durch das Geldinstitut gesichert werden, das seinen Kunden die besten Konditionen einräumt. Das muss nicht unbedingt die langjährige Hausbank sein, denn auch dort werden keine „Freundschaftspreise“ vergeben. Ein Hausbau ist für die meisten Menschen die teuerste Investition ihres Lebens. Deshalb kann sich schon ein um einen halben Prozentpunkt niedrigerer Zinssatz zu einem Vorteil von mehreren Tausend Euro zugunsten des Bauherrn summieren. Es empfiehlt sich hier eine unabhängige Baufinanzierungsberatung. (baufinanzierungsberatung.com)

Für welche Lebenssituation soll gebaut werden?

Noch bevor in die Bauplanung eingestiegen wird, sollte klar sein, was ein Bauherr von seinem künftigen Eigenheim erwartet und welchen Bedürfnissen es entsprechen muss. Wird ein Arbeitszimmer benötigt? Sind Kinder geplant? Diese Überlegungen müssen abgeschlossen sein, wenn die Vorplanung eingeleitet werden soll. Auf jeden Fall sollten sich die Planungen nicht an den Erwartungen orientieren, die möglicherweise von Dritten an das neue Haus gestellt werden. Das können z. B. ein repräsentativer Baustil oder eine Zusatzleistung wie ein Pool  sein. Informatives dazu finden Sie auf hausbauberater.de unter Bauvorbereitung. (hausbauberater.de/bauvorbereitung)

Möglichst viel Wohnfläche für möglichst wenig Geld?

Wenn beim Eigenheimbau an allem gespart wird, kann kein Bauherr erwarten, nach der Fertigstellung in ein hochwertiges Haus einzuziehen. Angesichts der langen Dauer, die das eigene Haus bewohnt wird, zahlt sich ein zu billig gebautes Haus nicht aus. Es ist nicht nur mit Mängeln hinsichtlich der Bauqualität zu rechnen, sondern mit spürbaren Einbußen beim Komfort. Die Probleme, die sich bei der Suche nach Bauschnäppchen ergeben können, haben wir auf www.superhauspreis.de zusammengestellt  

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