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BaurechtWer den Hausbau plant mag auf einer Ratgeberseite nicht unbedingt etwas über die rechtlichen Dinge des Bauens lesen. Wir haben uns dennoch dazu entschlossen und dieser Thematik auf unserer Website zu widmen. Wer ein Bauvorhaben in die Praxis umsetzen will, der wird regelmäßig mit diversen baurechtlichen Problemen konfrontiert. Dann ist es gut, wenn man weiß, wie man sich zu helfen hat. Genauso wichtig ist es aber auch, von vornherein rechtliche Problemfälle zu vermeiden. Es gibt natürlich noch wesentlich mehr spezifische Probleme, die ihren Ursprung auch in der komplexen Materie des privaten Baurechts haben. Daher haben wir alle relevanten Themen des Baurechts in einzelnen Artikeln für Sie gut verständlich ausgearbeitet.

Übrigens:
Auf  der Website www.abir.eu finden Sie weitere und noch ausführlichere Auseinandersetzungen mit dem Architektenrecht, Baurecht und Immobilienrecht.

Baurecht & Hausbau: Spezifische rechtliche Problemstellungen

Beim Hausbau ist die Grundkenntnis der im Gesetz geregelten Gewährleistungsansprüche leider unerlässlich. Als Bauherr müssen Sie die Ihnen zustehenden Gewährleistungsansprüche erst einmal kennen, um überhaupt Rechte geltend machen zu können. Zu hinterfragen ist, ob die Geltendmachung von Minderungsansprüchen oder unter anderem möglicherweise von Schadensersatzansprüchen sinnvoller ist. Hierzu gehört selbstverständlich zudem die Kenntnis, unter welchen Voraussetzungen überhaupt ein Baumangel vorliegt und wie Sie einen Baumangel ordnungsgemäß rügen. Eine nicht ordnungsgemäße Mängelrüge kann für Sie wertlos sein.
Sehr praxisrelevant ist auch das Thema "Verjährung der Gewährleistungsansprüche". Denn was nützt es Ihnen, wenn Sie Ihre Rechte zwar gut kennen, diese aber verspätet geltend machen, sodass Ihre Ansprüche bereits verjährt sind? Zu der Problematik der Verjährung baurechtlicher Ansprüche gehört auch das Wissen, wann die Verjährung zu laufen beginnt. Da die Laufzeit grundsätzlich mit der Abnahme beginnt, sollten Sie als Bauherr einige Grundkenntnisse über die juristischen Probleme im Zusammenhang mit der Bauabnahme haben. Hierzu gehören u. a. die rechtliche Bedeutung der Abnahme oder wann eine Abnahme als erfolgt gilt. Man sieht also, dass die rechtlichen Themenfelder des privaten Baurechts zu einem Großteil aufeinander aufbauen.

Baurecht & Hausbau: Themenkomplexe zur Vermeidung von Risiken

Es ist sicher sinnvoll, von Anfang an zu versuchen, Probleme während der Bauphase zu vermeiden. Hier ist eine entsprechende vertragliche Ausgestaltung wertvoll. Dies gilt nicht nur für den Architekten-, sondern auch für den Bauvertrag. So erhalten Sie wertvolle Tippsn, die Ihnen helfen, vertragliche Fallstricke zu vermeiden. Eine deutliche Kostensteigerung lässt sich am besten verhindern, indem im Vertrag zum Beispiel eine Bauzeitgarantie und eine Festpreisgarantie festgeschrieben werden. Wenn Sie sich dann noch Wissenswertes über das Baugrundrisiko angeeignet haben, sind Ihnen zumindest die möglichen Risiken eines Bauvorhabens in Grundzügen bekannt. Dies ist wichtig, denn nur der, wenn die Risiken bekannt sind, kann man sich gegen sie schützen.

Baurecht & Hausbau: Prozessuale Themen

Wenn es sich nicht vermeiden lässt, gerichtliche Hilfe in Anspruch zu nehmen, dann sollte der Bauherr zumindest gewisse prozessuale Grundzüge kennen. Hierzu gehört das Wissen, wie Beweise gesichert werden und welchen Stellenwert der Sachverständige in einem Bauprozess hat. Denn eines muss klar sein: Ohne einen versierten Sachverständigen kommen im Regelfall weder die an einem Bauprozess beteiligten Parteien noch das Gericht aus. Denn nur der Bausachverständige verfügt über die Kompetenz, fachlich beurteilen zu können, ob ein Baumangel vorliegt und wer diesen zu vertreten hat. Deshalb sind die  Aussagen eines Sachverständigen die Grundlage für die Entscheidungsfindung des Gerichts. Hier ist die Kenntnis über die Stellung des Sachverständigen in einem gerichtlichen Verfahren von Bedeutung. Es ist ein großer Unterschied, ob es sich dabei um einen unabhängigen oder einen abhängigen Sachverständigen handelt. Der abhängige Sachverständige wird von einer Partei meist nur als fachkundiger Zeuge in das Verfahren einbezogen. Dessen Ausführungen haben deshalb oft nicht solch eine hohe Bedeutung wie die eines unabhängigen Sachverständigen. Letzterer wird vom Gericht bestellt.
Daran schließt sich der Themenkomplex über das selbständige Beweisverfahren an. Im Rahmen eines derartigen Verfahrens wird außerhalb eines Bauprozesses zur Abklärung wesentlicher entscheidungserheblicher Beweisfragen auf Antrag bereits ein unabhängiger Gutachter eingeschaltet. Diese Thematik ist deshalb besonders interessant, weil der geschädigte Bauherr über ein solches Verfahren die Beweise sichern und das Gutachten des Sachverständigen in einem sich eventuell anschließenden Bauprozess erfolgversprechend einbringen kann.

Den oben genannten und weiteren prozessuale Baurechtsthemen widmet sich hausbauberater.de.

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