Die Energieeinsparverordnung (EnEV) wird vom Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) abgelöst

Seit 2002 waren in der EnEV die Maßnahmen der deutschen Energie- und Klimaschutzpolitik in Bezug auf die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden verankert, die letzte Fassung galt seit Mai 2014. Seit dem 1. November 2020 gilt für die energetischen Vorgaben für Gebäude das Gebäudeenergiegesetz (GEG). Mit dessen Einführung sind neben der EnEV auch die Verordnungen EnEG und EEWärmeG außer Kraft gesetzt.
Weitere Informationen dazu finden Sie auf https://www.hausbauberater.de/gebaeudeenergiegesetz-geg

Der Staat unterstützt das energieeffiziente Bauen

Bauherren können von einer staatlichen Förderung in Form eines zinsgünstigen Kredits und ggf. eines Tilgungszuschusses profitieren, sofern ihr Haus nach der Fertigstellung den Förderrichtlinien der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) entspricht, die im Förderprogramm „Energieeffizient bauen“ festgelegt sind. Diese Kriterien legen strengere Maßstäbe an die Energieeffizienz eines Gebäudes an als die EnEV. Am wichtigsten ist hier folgendes:

Neue Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG)

Ab 01.07.2021 wird es eine neue KfW-Förderung für Neubauten geben: hausbauberater.de/bauwissen/bundesfoerderung-fuer-effiziente-gebaeude-beg.
Bis dahin gelten die bisherigen Förderprogramme der KfW.

KfW-Effizienzhäuser: Das steckt hinter den Bezeichnungen

Je kleiner die der Bezeichnung angehängte Zahl, desto hochwertiger ist ein Haus in energetischer Hinsicht. Das ist die Faustregel, die das Verstehen von Begriffen wie KfW-Haus 40 oder KfW-Haus 70 leichter macht. Dabei ist mit der jeweiligen Zahl immer derjenige Jahresprimärenergiebedarf gemeint, den das neu gebaute Haus im Vergleich zu einem definierten Referenzgebäude maximal aufweisen darf, um als solches anerkannt zu werden und die entsprechende KfW-Förderung zu erhalten.

Die KfW unterscheidet in folgende Hausvarianten:

Kann sich der Bau eines KfW-Effizienzhauses wirtschaftlich lohnen?

Fachleute gehen mittel- bis langfristig von steigenden Erdöl- und Erdgaspreisen aus. Vor diesem Hintergrund erscheint es besonders ratsam, ein besonders hochwertiges KfW-Effizienzhaus zu bauen. Allerdings muss die technische Einrichtung regelmäßig gewartet werden, um störungsfrei und durchgängig effizient zu funktionieren. Das schlägt am deutlichsten beim KfW-Effizienzhaus 40 Plus zu Buche, weil an dieses von vornherein die höchsten technischen Anforderungen gestellt werden. Auch die Baukosten fallen umso höher aus, je mehr Wert auf ein energetisch hocheffizientes Haus gelegt wird. Zur Veranschaulichung wurden in der nachfolgenden Tabelle die wichtigsten Merkmale einander gegenübergestellt:

KfW-Standard

 

Anforderungen

 

Merkmale

 

Mehrkosten *

 

Förderung, gültig ab 01.04.2016

Effizienzhaus 55

 

 


QP in % QP REF = 55 %

H'T in % H'T REF = 70 %

 


Vereinfachtes Nachweisverfahren anhand standardisierter Maßnahmenkataloge
für Gebäudehülle und
Anlagentechnik.

 


ca. 100 €€ / m²

 


Tilgungszuschuss:
5 % des Zusagebetrages

Kredite ab 0,75 % p.a. eff.
(bis 100.000 Euro je Wohneinheit)

Effizienzhaus 40

 

 


QPin % QP REF = 40 %

H’T in % H’T REF = 55 %

 

 

 

 


ca. 145 €€ / m²

 

Tilgungszuschuss:
10 % des Zusagebetrages

Kredite ab 0,75 % p.a. eff.
(bis 100.000 Euro je Wohneinheit)

Effizienzhaus 40 Plus

 


QP in % QP REF = 40 %


H’T in % H’T REF = 55 %

Pluspaket

 


Ein wesentlicher Teil der Energie
wird am Gebäude erzeugt und gespeichert.

 


ca. 185 € € / m²

 

Tilgungszuschuss:
10 % des Zusagebetrages

Kredite ab 0,75 % p.a. eff.
(bis 100.000 Euro je Wohneinheit)

               

QP    Jahresprimärenergiebedarf
REF   des entsprechenden Referenzgebäudes

H’T   spezifischer Transmissionswärmeverlust
REF   des entsprechenden Referenzgebäudes

* basierend auf dem Referenzwert für einen Neubau nach EnEV 2014, Quelle: Institut für Wohnen und Umwelt

 

Weitere Bezeichnungen für energieeffiziente Häuser

Stand: 01.02.2021